Der Sport der Karnevalisten

Bald ist wieder Karneval, oder wie man es hierzulande nennt: Fasching. Jedes Jahr wieder verkleiden sich die Menschen und feiern die fünfte Jahreszeit in Ausgelassenheit, Fröhlichkeit und überschäumender Lebensfreude. Auf der Jagd nach Kamelle wird dann auch schon mal das ein oder andere Bier zu viel getrunken – dem Spaß sei’s gegönnt. 

Doch nicht für alle heißt es: „Helau oder Kölle alaf!“, bis in die Morgenstunden hinein. Denn die feiernde Masse möchte schließlich auch unterhalten werden. Und wer kann das besser als die hübschen Frauen vom Gardetanz.

Für die begabten Tänzerrinnen ist der Auftritt zur Fastnacht der Höhepunkt an dem diese Ihr Können zur Schau stellen. Das anstrengende und ausdauernde Training über das ganze Jahr hinweg zeigt an diesem Tag seine Früchte. Doch sehen bis heute nicht alle den Gardetanz als Sport an sondern vielmehr als Zeitvertreib.

Der sportliche Aspekt

Heutzutage werden im deutschen Gardetanz folgende Tänze trainiert:

  • Marschtanz
  • Mariechen- und Paartanz
  • Schautanz

In allen drei Tanzstilen liegt der Fokus auf Sprung- und Tanzschritten in vielfältigen Kombinationen. Beweglichkeit gehört dabei zum obersten Gut eines jeden Tänzers, um Figuren wie den Spagat, das Rad oder den Flick-Flack ausüben zu können.

Neben den „Unterhaltungsauftritten“ nehmen die Tanzgruppen auch an Wettkämpfen teil. Turniere werden dabei von den Verbänden  Bund Deutscher Karneval (BDK) und  Regionalverband Karnevalistischer Korporationen (RKK) durchgeführt, die bis zu den Deutschen Meisterschaften gehen. In anderen Verbänden gibt es sogar Europa- und Weltmeisterschaften.

Die Bewertungskriterien im Gardetanz sind dabei:

  1. Aufmarsch
  2. Grundstellung
  3. Uniform
  4. Ausstrahlung
  5. Schrittvielfalt
  6. Schwierigkeitsgrad
  7. Darstellung der Disziplin
  8. Exaktheit und Ausführung
  9. Choreografie

Wie man sieht, geht es auch beim Gardetanz richtig zur Sache. Training, Disziplin und Wettkämpfe gehören hier ebenso dazu wie in vielen anderen Sportarten auch.

Tanzen ist gesund

Wenige Menschen denken darüber nach wenn sie tanzen, doch Tanzen ist gesund und fördert neben der Ausdauer auch die Konzentration, Koordination und Balance. Gleichzeitig fördert das Tanzen die kreative und logische Denkweise. Tanzschritte müssen sich gemerkt und in einer fließenden Bewegung auch praktisch umgesetzt werden.

Da beim „Freizeittanzen“ die Gelenke kaum belastet werden, ist es weiterhin für alle Altersklassen geeignet. Darüber hinaus soll Tanzen auch frühzeitige Osteoporose vorbeugen.

Die Vorteile des Tanzens liegen auf der Hand:

  • Es macht Spaß
  • Es trainiert Körper und Geist
  • Es hat keine negativen Einflüsse auf die Gesundheit
  • Es ist keine teure Ausrüstung nötig

Also, ab auf die Tanzfläche! Egal ob in der Disko, zuhause oder im Verein, es gibt für jeden den richtigen Platz und den richtigen Tanz.

Wer nun Lust auf das Tanzen bekommen hat, kann sich gerne über Vereinswechsel.de an das Festkomitee Erfurter Karneval 1954 oder an den Leinefelder Carneval Verein 1978 e. V. wenden und einfach mal mittanzen.

Wer dennoch keine Lust hat (auch nicht zu Karneval/Fasching) zu tanzen, weiß nun, dass hinter dem fröhlichen Mariechen eine strebsame und talentierte Sportlerin steckt.

Hier seht Ihr einen Auszug aus dem Training einer gemischten Garde:

 

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