Vereinsmarketing, heute: Gezielter Einsatz von Texten

Gute Kommunikation ist heute wichtiger denn je. Doch nicht nur das Gespräch mit den eigenen Vereinsmitgliedern und Befürwortern steht dabei im Fokus, sondern auch der Kontakt zu sogenannten Multiplikatoren. Solche Multiplikatoren können Redakteure/Reporter von regionalen/überregionalen Tageszeitungen oder speziellen Vereins- oder Sportmagazinen sein.

Die Ansprache der Presse dient im ersten Schritt der Öffentlichkeitsarbeit und wird in Fachkreisen auch Public Relations (PR) genannt. Für einen erfolgreichen Auftritt des Vereins in der Öffentlichkeit bedarf es aktiver Teilnahme am Mediengeschehen sowie der Organisation und Durchführung spezieller Maßnahmen. Im Gegensatz zur Werbung steht bei der PR das Unternehmen und nicht das einzelne Produkt im Vordergrund. PR ist also Unternehmenskommunikation, in unserem Fall: Vereinskommunikation.

Was kann PR?

  • Vertrauen und Verständnis schaffen
  • Akzeptanz schaffen
  • Image bilden
  • Informationen bekannt machen

Wozu Akzeptanz?

Bei Unternehmen ist die Akzeptanz zu einem betriebswirtschaftlichen Kostenfaktor geworden. Ähnlich verhält es sich bei den Vereinen:  Keine Akzeptanz, bedeutet keine oder schwindende Mitglieder und dies wiederum bedeutet kein Geld.

Akzeptanz ist also ein wichtiges Kapital für jeden Verein, denn:

  • Vereine können sich besser behaupten, wenn Sie bekannt sind und akzeptiert werden
  • Mit Akzeptanz und einem guten Image kann der Verein seine Ziele besser erreichen
  • Mit Akzeptanz und einem guten Image wird auch für kleine Fehlentscheidungen eher Verständnis aufgebracht
  • Akzeptanz kann Krisen verhindern

Warum Vereine PR brauchen?!

Wichtig ist es, ständig im Gespräch zu bleiben und Akzeptanz zu schaffen. Zu berichten gibt es viel und eine regelmäßige Verteilung von Pressemeldungen an die gewünschten Zeitungen/Magazine erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass diese auch publiziert werden. Pressearbeit wirkt dem augenscheinlichen Stillstand entgegen – denn: „Man kann nicht nicht kommunizieren“, so Paul Watzlawick, Kommunikationswissenschaftler. So wird selbst die unterlassene Kommunikation nach außen wahrgenommen und zuweilen negativ bewertet.

Die Vereine sollten einerseits die Bedürfnisse, Meinungen, Sorgen und Erwartungen ihrer Mitglieder kennen. Andererseits müssen sie deutlich erklären, was sie vorhaben und wie sie ihre Ziele umsetzen wollen. Vereinssuchende Sportler, Funktionäre aber auch Sponsoren und Unterstützer interessiert das sehr. Kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit vermittelt ein Bild aktiver und professioneller Vereinsführung und wirkt sich im Idealfall positiv auf das eigene Image aus.

So ist es mit dem Image

  • Es entsteht schnell
  • Je langsamer es sich aufbaut, desto stabiler ist es
  • Es entwickelt sich ständig weiter
  • Je mehr Informationen verbreitet werden, desto tiefsichtiger ist das Bild Außenstehender auf das eigene Image
  • Überzeugt das Image die Dialoggruppe, wird der ganze Verein positiver gesehen

PR beginnt zu Hause

Doch bevor man mit großen Schritten auf die Presse zugeht, sollte man erst einmal vor der eigenen Haustür kehren. Die Kommunikation mit den eigenen Mitgliedern ist ein wesentlicher Bestandteil der PR. Eine gute Verständigung mit den Vereinsmitgliedern fördert das Wohlbefinden aller Beteiligten, denn gerade die „einfachen“ Mitglieder sind es, die die Meinung nach außen tragen – gute wie schlechte.

Einige Mittel der internen Vereinskommunikation:

  • Schwarzes Brett
  • Vereinsversammlung
  • Vereinszeitschrift / Newsletter
  • Einführungsschriften für neue Mitglieder

Der Schritt in die Öffentlichkeit

PR beinhaltet verschiedenste Instrumente für einen Dialog mit der Öffentlichkeit. Die klassische Pressemeldung ist dabei wohl am schnellsten zu realisieren. Das Verfassen und zielgerichtete Streuen von Pressemeldungen dient der Bekanntmachung von eigenen Informationen. Verbreiten Sie nur Informationen, die sowohl Sie selbst als wichtig und mitteilenswert erachten, als auch von Ihren anzusprechenden Dialoggruppen gewünscht, gebraucht und gefordert werden. Somit entsteht ein Austausch von Informationen abseits reiner Werbung, welche meist nur einseitig kommuniziert.

Das schreiben einer Pressemeldung ist allerdings nicht ganz einfach. Es gibt bestimmte Regeln für eine erfolgreiche Kommunikation mit Redakteuren zu beachten. Die eigene Schreibe sollte dabei ebenfalls einem gewissen Standard entsprechen. Sogenannte Kommunikations- oder PR-Agenturen bieten hierbei die nötige Unterstützung. Möchten Sie diese Arbeit dennoch in die eigene Hand nehmen, achten Sie drauf, dass Ihr Text Nachrichtenwert besitzt. Das heißt:

  • Neuigkeit: Thema ist noch nicht bekannt
  • Aktualität: Das Ereignis hat sich vor kürzester Zeit ereignet
  • Bedeutung: Das Thema wirkt sich auf die Nutzer des Mediums aus
  • Originalität: Ungewöhnliche Aktionen können eine Nachricht wert sein

Die 7 W’s einer Pressemeldung:

  1. Wer hat was gemacht?
  2. Was soll berichtet werden?
  3. Wann hat oder wird es stattfinden?
  4. Wo hat es sich zugetragen?
  5. Wie ist es passiert?
  6. Warum ist es dazu gekommen?
  7. Woher stammt diese Information?

Wen nun die Schreiblust gepackt hat und den Mehrwert aktiver Öffentlichkeitsarbeit für seinen Verein sieht, kann mit den oben genannten Tipps gleich loslegen.

Weitere Informationen rund um das Thema Vereinsmarketing erhaltet Ihr regelmäßig in unserem Blog. Bisher erschienene Vereinsmarketing-Beiträge:

Euer Vereinswechsel.de Team

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2 Antworten auf Vereinsmarketing, heute: Gezielter Einsatz von Texten

  1. Sebastian sagt:

    Hallo zusammen,

    nette Beiträge. Zwecks Sponsoring fände ich noch interessant, wie sich diese Kosten aus Unternehmenssicht abschreiben lassen oder dieser Sachverhalt kommuniziert werden kann. Denn, meist sind es Unternehmen die Sponsoring betreiben und wenn diese oder auch Privatpersonen wissen, dass diese Kosten zum großen Teil abgeschrieben werden können, ist die Hürde vielleicht niedriger, den entsprechenden Schritt zu machen. Wäre nett wenn ihr in dieser Sache vielleicht detailliertere Informationen hättet auch wenn ihr kein Steuerbüro seid. Aber als eine solche Plattform kriegt man bestimmt sehr gute Informationen zusammen.

    • Vereinswechsel.de Team sagt:

      Hallo Sebastian,

      deine Annahme klingt sehr interessant. Wir werden uns mit diesem Thema einmal näher auseinandersetzen.
      Vielen Dank für Deine Anregung!

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